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MID-Digitale Prozesse: Neue Förderung für die Digitalisierung von KMU

Ab dem 7. September 2026 können sich Unternehmen in Nordrhein-Westfalen für das neue Förderprogramm „Mittelstand Innovativ & Digital (MID) – Digitale Prozesse“ bewerben. Ziel ist es, kleine und mittlere Unternehmen durch externe Beratung dabei zu unterstützen, ihre internen Prozesse zu analysieren und zu optimieren sowie passende digitale Lösungen zu finden.

Arbeitsabläufe gezielt verbessern

Dabei geht es nicht darum, gängige digitale Tools wie eine Zeiterfassung oder E-Rechnung einzuführen. Stattdessen sollen durch die Beratung Arbeitsabläufe und interne Prozesse genau unter die Lupe genommen, Schwachstellen verbessert sowie unnötige Zwischenschritte und relevante Schnittstellen erkannt werden. So sollen digitale Lösungen dort zum Einsatz kommen, wo sie im Unternehmen tatsächlich einen Mehrwert schaffen.

Was wird konkret gefördert?

Förderfähig sind externe Beratungsleistungen in vier Bereichen:

  • IST-Analyse: Bestehende Geschäfts- und Produktionsprozesse werden aufgenommen und dokumentiert.
  • SOLL-Konzeption: Optimierte und digital unterstützte Arbeitsabläufe werden entwickelt.
  • Software-Auswahl: Unterstützung bei der Suche nach einer passenden Softwarelösung.
  • Implementierungsbegleitung: Fachliche Beratung während der Einführung der ausgewählten Software.

Was bekommen Unternehmen?

Die Förderung beträgt bis zu 500 Euro pro Beratungstagewerk. Gefördert werden mindestens zehn und maximal 30 Beratungstagewerke. Insgesamt sind damit bis zu 15.000 Euro Förderung möglich.

Wichtig: Gefördert wird ausschließlich die externe Beratung. Die ausgewählte Software, Hardware oder notwendige Lizenzen müssen Unternehmen selbst finanzieren.

Was wird nicht gefördert?

Nicht förderfähig sind unter anderem:

  • Software, Hardware und Lizenzen,
  • reine IT-Installationen ohne Prozessberatung,
  • Schulungen ohne direkten Bezug zur Prozessoptimierung,
  • Maßnahmen zur ausschließlichen Erfüllung gesetzlicher Vorgaben, etwa Zeiterfassung oder E-Rechnung.

Wer kann die Förderung nutzen?

Förderfähig sind KMU mit Sitz in Nordrhein-Westfalen, die die EU-KMU-Kriterien erfüllen. Dazu zählen Unternehmen mit weniger als 250 Beschäftigten und höchstens 50 Millionen Euro Jahresumsatz beziehungsweise 43 Millionen Euro Bilanzsumme.

Zum Zeitpunkt der Antragstellung darf die Maßnahme noch nicht begonnen worden sein. Für den Antrag muss jedoch bereits ein gültiges Angebot des ausgewählten Beratungsunternehmens vorliegen.

Antragstellung ab September

Der erste Förderaufruf läuft vom 7. September bis zum 1. Dezember 2026. Für den Aufruf stehen 1,415 Millionen Euro zur Verfügung.

Die Anträge werden nach dem Windhundprinzip in der Reihenfolge ihres vollständigen Eingangs berücksichtigt. Sollte der Fördertopf ausgeschöpft sein, wird der Förderaufruf vorzeitig beendet. Eine frühzeitige Antragstellung kann sich daher lohnen.

Digitalisierung, die im Arbeitsalltag ankommt

MID-Digitale Prozesse setzt dort an, wo Digitalisierung für Unternehmen einen konkreten Unterschied machen kann: bei den eigenen Arbeitsabläufen. Die Förderung soll KMU dabei helfen, bestehende Prozesse zu hinterfragen, Verbesserungspotenziale zu erkennen und digitale Lösungen gezielt dort einzusetzen, wo sie den Arbeitsalltag effizienter machen. Der erste Förderaufruf startet am 7. September 2026. Weitere Informationen und Teilnahme bei der NRW.Bank.